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Diese Seite soll kurz meine Erfahrungen mit Debian GNU/Linux auf einem Dell Inspiron 2500 Laptop beschreiben. |
Spezifikationen meines Systems
- Intel Mobile Celeron Prozessor, 800 MHz
- 512 MB RAM
- 14.1'' Display, 1024x768
- 24x CD-ROM-Laufwerk (TEAC CD-224E)
- Diskettenlaufwerk
- 20 GB Festplatte (Fujitsu MHR2020AT)
- Synaptics Touchpad
- Chipsätze:
Intel i815EM
Intel 82820 ICH2-M (USB, HDD)
Audio: Sigmatel STAC9700
Netzwerk: Intel 82559
Modem: Lucent LT Winmodem
PCMCIA: O2Micro OZ6933
- Externe Anschlüsse:
Netzwerk (RJ-45)
Modem (RJ-11)
Audio: Kopfhörer, Mikrofon, Line-in
PS/2-Anschluß für Tastatur und Maus
Serieller Anschluß
Parallelport
2x USB
VGA
XFree86
Ich verwende XFree86 4.2.0 mit dem i810-Modul. Als Beispiel hier meine XF86Config-4-Datei.
Die 14.1''- and 15''-Displays unterstützen eine maximale Auflösung von 1024x768 Pixeln, das 12.1''-Display kann nur 800x600 Pixel darstellen. Die entsprechenden Modelines für die VESA-Video-Modes bei 60 Hz lauten:
  ModeLine "800x600" 40.0 800 840 968 1056 600 601 605 628 -hsync -vsync
  ModeLine "1024x768" 65.0 1024 1048 1184 1344 768 771 777 806 -hsync -vsync
Für Framebuffer-Support siehe http://i810fb.sourceforge.net/.
Xfree 3.3.x sollte mit dem XFCom-i810 X-server von Intel funktionieren. Für
Kernel 2.2.x wird zusätzlich das i810gtt-Module benötigt
(Download,
Release Notes).
Synaptics Touchpad
Das Touchpad läßt sich mit dem synps2-Treiber des
gpm ansprechen. Dann kann
man das msc-Protokoll als repeater mode und /dev/gpmdata als Maus-Device für
XFree verwenden. Es gibt auch zwei spezielle Treiber für dieses Touchpad, die ich aber noch nicht
getestet habe:
Sound
Der Einsatz des i810_audio-Kernelmoduls ist problematisch: da der STAC9700-Chip mit einer festen Sampling-Frequenz von 48000 Hz arbeitet, werden Töne manchmal zu schnell abgespielt. Einige Abspielprogramme verweigern auch ganz den Dienst. Der intel8x0-Treiber von ALSA funktioniert hingegen (bis auf manchmal zu hörende Klickgeräusche) problemlos uns ist daher vorzuziehen. Z. Zt. benutze ich Version 0.9rc3.
Die folgenden Zeilen in /etc/modules.conf (bzw. in einer Datei im
/etc/modutils/-Verzeichnis auf Debian-Systemen)
  alias char-major-116 snd
  alias char-major-14 soundcore
  alias snd-card-0 snd-card-intel8x0
  alias sound-slot-0 snd-card-intel8x0
  alias sound-service-0-0 snd-mixer-oss
  alias sound-service-0-1 snd-seq-oss
  alias sound-service-0-3 snd-pcm-oss
  alias sound-service-0-8 snd-seq-oss
  alias sound-service-0-12 snd-pcm-oss
USB
USB läuft problemlos mit den Kernel-Treibern
uhci und usb-uhci.
PCMCIA
PCMCIA benötigt das yenta_socket-Kernelmodul, einfach die Optionen "PCMCIA/CardBus support" and "CardBus support" in der Kernelkonfiguration auswählen. Der Modulname muß außerdem im Init-Skript von cardmgr eingetragen werden (Variable PCIC).
Netzwerk
Ich benutze das eepro100-Modul. Intel hat auch einen eigenen Treiber erstellt, der ab Version 2.4.20 im Kernel dabei ist. Man kann ihn auch auf Intels Webseite herunterladen.
Modem
Wer ein Lucent-Winmodem (Device-ID 0x11c1:0x0448) hat, kann den
ltmodem-Treiber benutzen.
Wichtig ist, daß man mindestens BIOS-Version A08 benutzt, die man sich von Dells Support-Webseite herunterladen kann. Bei frühreren Versionen wird dem Modem kein IRQ zugewiesen. Die entsprechenden Zeilen in /etc/modules.conf (bzw. in einer Datei im /etc/modutils/-Verzeichnis auf Debian-Systemen) lauten:
  alias char-major-62 lt_serial
  options lt_modem vendor_id=0x11c1 device_id=0x0448
Das Modem-Device wird automatisch erstellt, wenn das .deb- oder .rpm-Paket benutzt wird, es kann aber folgendermaßen auch "von Hand" erzeugt werden:
  mknod /dev/ttyLT0 c 62 64
  chgrp dialout /dev/ttyLT0
  ln -s /dev/ttyLT0 /dev/modem (optional)
Neuere Modelle des Laptops werden anscheinend mit einem 3Com-Modem (Modell 3CN3AC3556B-D-100,
Device-ID 10b7:1007) ausgeliefert, für das noch keine Software erhältlich ist.
Direct Access Keys
Die Tastencodes, die man sich mit xev anzeigen lassen kann, sind 129...132 für die
vier CD-Player-Tasten sowie 174 und 176 für die Lautstärke-Tasten.
Ich habe diese Tasten mit F13...F18 belegt durch folgende Zeilen in der ~/.Xmodmap-Datei:
  keycode 129 = F13
  keycode 130 = F14
  keycode 131 = F15
  keycode 132 = F16
  keycode 174 = F17
  keycode 176 = F18
Die ~/.Xmodmap-Datei wird als veraltet angesehen, manche neuere Installationen werten sie möglicherweise nicht mehr automatisch aus. In dem Fall kann die Zeile xmodmap $HOME/.Xmodmap z.B. in die ~/.xsession eingefügt werden.
Power Management
APM funktioniert nicht, außer den Rechner nach dem Herunterfahren abzuschalten. ACPI dagegen scheint zu funktioneren, zumindest die Batteriestandsabfrage und Herunterfahren per Power-Button.
2003-12-08
Ansgar Hellwig